Sehr erfolgreiche erste Aufführungen in Schötz

28. Aug 2023Renato Cavoli

Am 25. und 26. August begannen die Jubiläums-Aufführungen von "Fraue i d'Hose" in der Schötzer Theaterschüür. Das begeisterte Publikum belohnte die Theatergruppe Schötz zweimal mit grossem Applaus!

50 Jahre und kein bisschen müde! Die Theatergruppe Schötz zeigt sich in ihrer neuesten Produktion vital und jugendlich wie eh und je. Mit viel Spielfreude und Herzblut agieren die rund 20 Spielerinnen und Spieler. Das Stück führt das Publikum zurück in die frühen 1990er-Jahre. In einem Dorf wird ein bekannter Schwinger empfangen. Ausgerechnet an seinem letzten Wettkampf gewinnt er zum ersten Mal den begehrten Kranz. Doch während der ca. 15-minütigen Feier, welche outdoor vor der Theaterscheune gespielt wird, ändert sich die Stimmung bei der vorerst aufgestellten und fröhlichen Dorfbevölkerung. Denn die Frauen, angeführt von der Ehefrau des gefeierten Schwingers, nehmen das Fest und das Ende der Karriere von Robi Lutz zum Anlass, die Gründung eines Frauen-Schwingvereins und die Durchführung eines kleinen Bergfestes bekanntzugeben. Einer der am Fest Anwesenden ist auch Hansruedi Käser, der vor gut 20 Jahren das Luzerner Kantonalfest für sich entscheiden konnte. Er ist, wie fast alle schwingenden Männer und ihre Fangemeinde, völlig aus dem Häuschen, geht wutentbrannt ans Rednerpult und lässt alle wissen, was er von der Idee der Frauen hält. "Mer sind do i de Schwiiz ond settige Aregige müend zerscht in aller Rue diskutiert wärde. Es wott do nämli  vorderhand niemer es Fraueschwengfäscht ond niemer wott Fraue gseh schwenge!"

Danach disloziert die Festgemeinde und mit ihr das Publikum hinauf in die Theaterschür, wo eine gemütliche Beiz eingerichtet ist und sich die beiden Lager, Männer und Frauen, weiter unversöhnlich gegenüberstehen. Nur der Gemeindepräsident Turi Willimann schliesst sich den schwingenden Frauen an. Später gesellt sich dann auch noch ein Fremder dazu, den man im Dorf noch nie gesehen hat...

"Fraue i d'Hose" ist einer Dorfposse, welche speziell für das 50-Jahr-Jubiläum geschrieben wurde. Eine Geschichte zum Schmunzeln. Manchmal laut und derb, aber auch gespickt mit feinen Tönen. Eine Dorfposse eben. Hier die Frauen, welche sich nicht von ihrem Plan abbringen lasen. Dort die Männer, welche ihr "Schwingermonopol" und ihre Schwingerbastion gefährdet sehen.

Am Ende löst sich, wie in einer Posse üblich, vieles in Minne auf. Wie? Es sind die Frauen, welche nun anstatt mit Worten, vor allem mit Schalk und einem Augenzwinkern, die Männer in die Schranken zu weisen versuchen. Und am Ende...

... doch der Schluss der Geschichte (Regie und Autor: Renato Cavoli) sei hier nicht verraten. Noch sind ab Mittwoch, 30. August, ab 20 Uhr, total sieben Aufführungen terminiert... Die Derniere findet am Samstag, 9. September, 20 Uhr, statt. 

www.tg-schoetz.ch

Patrizia Lutz (Corinne Segenreich) beruhigt ihre Grossmutter Anna Lutz (Anita Hügi). Foto Patricia Odermatt
Patrizia Lutz (Corinne Segenreich) beruhigt ihre Grossmutter Anna Lutz (Anita Hügi).
Foto Patricia Odermatt